Faires miteinander Raufen - Play Fight in der Powerwoche

Aktualisiert: 20. Aug 2019



Playfight, Leitung Thomas Beutler, geeignet für Kinder der Klassenstufen 1-4


Liebst du es mit anderen Kindern zu raufen und dabei Spaß zu haben? Gemeinsam die Kräfte messen, sich gegenseitig in die Power bringen und dies in einem vertrautem Raum, in dem niemand verletzt wird? Oder hast bisher eher schlechte Erfahrungen mit unfairem Raufen wie Schubsen oder Schlägen gesammelt und willst dies nun verändern?


Wir bilden gemeinsam einen Kreis, in dessen Mitte dann zwei (wenn von allen gewünscht auch mehr) Kinder - die sich gegenseitig ausgesucht haben - miteinander raufen. Dabei gibt es ein Begrüßungsritual bei dem geklärt wird, wie gerauft wird. Es gibt Regeln (siehe weiter unten), die Verletzungen verhindern und den Rahmen schaffen, dass ihr euch gegenseitig in die Kraft bringen.

Das Raufen in der Mitte hat einen festen Zeitrahmen und ein klares Anfangs- & Endritual. Es wird dabei im Bodenbereich und im Körperkontakt geblieben, kein aufstehen, maximal kniend, es gibt kein Schlagen, kneifen, beißen, schubsen oder Beleidigungen des Anderen. Die beiden Kinder sind dabei Partner, die sich gegenseitig in ihre Kraft und Größe bringen. Der Kreis der Kinder außen herum unterstützt sie dabei.

Du hast dabei viel Spaß und kannst dich auspowern. Lernst dich selbst, deinen Körper und die anderen besser einzuschätzen. Sammelst Erfahrungen in Sachen Kraft, Beweglichkeit und Reaktionsvermögen. Deine Wahrnehmung für den anderen und die gemeinsame Verantwortung für eine Sache werden geschult.

Das Raufen nach Regeln ist ein respektvolles und freundschaftliches Kräftemessen, dessen Regeln auch in den Schulpausen-Alltag integriert werden können. Ich halte während der Woche dafür den Rahmen und gebe dir wenn gewünscht Tipps, wie du noch mehr in deinem Körper, Beweglichkeit und Kraft kommst.


Regeln für faires Raufen

Kinder, die miteinander Raufen, sind

-niemals Gegner, sondern immer Partner.

-Schimpfwörter sind tabu.

-Beißen, Haare ziehen und Schlage etc. sind verboten.

-Keiner tut dem anderen weh.

-Verbeugen vor dem spielerischen Kräftemessen, der Blickkontakt zum Partner und das Händeschütteln zeigen Respekt und sind ein wertvolles Ritual.

- die Kinder zeigen Wertschätzung und Respekt dem anderen und sich selbst gegenüber – beispielsweise auch durch Lob für Mut, Geschicklichkeit oder Fairness.

-Keiner wird zur Teilnahme am Raufen gezwungen.

- ein Nein ist ein Nein, ebenso ein Vielleicht oder weis nicht. - das Spiel kann jederzeit durch ein Kind abgebrochen werden.


Kinder lernen so, eigene Grenzen aufzuzeigen. Alle Kinder passen auf, dass niemand verletzt wird. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung.

11 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen